Fördermittel für Tropical Island bewilligt

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In Rekordzeit gelang es den Asiaten, die Halle in eine hochwertige tropische Badelandschaft umzubauen und noch vor Weihnachten 2004 zu eröffnen. Tropical Island erwartet, daß bereits in den nächsten Tagen die Grenze von 1 Mio. Besucher seit Eröffnung überschritten wird.
Die Entscheidung des Förderausschusses war und ist umstritten. Angesichts einer Reihe von Investitionsruinen reagieren Politik und Öffentlichkeit in Brandenburg besonders sensibel auf Förderentscheidungen. Überschattet wird die Entscheidung zudem durch einen aktuellen Korruptionsverdacht und staatsanwaltschaftliche Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit früheren Förderprojekten. Auch Kirchtumspolitik spielt in Brandenburg mitunter eine Rolle. So versuchte die Stadt Potsdam ein für die Zukunft geplantes Spaßbadprojekt, für das man den brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer gewinnen konnte, anstelle von Tropical Island durch das Land Brandenburg fördern zu lassen.
Tropical Island beschäftigt in der ehemaligen Luftschiffhalle heute über 500 Mitarbeiter. Die Gewinnzone soll 2007 erreicht werden. Die Fördermittel sollen eingesetzt werden, die Infrastruktur des riesigen ehemaligen Flughafengeländes internationalen Maßstäben entsprechend auszubauen, um die Attraktivität der Einrichtung zu erhöhen.
Mitten in einer aufgeregten Diskussion, in der Teile der Öffentlichkeit und auch der Politik nicht mehr zwischen Bilanzverlusten und Betriebsverlusten unterscheiden konnten oder mochten, um Argumente gegen die von der Landesregierung frühzeitig in Aussicht gestellte Förderung zu erhalten, bewies sich das von Ulrich Junghanns (CDU) geführte Wirtschaftsministerium als verläßlicher Partner der asiatischen Investoren.
Die Förderentscheidung ist an Auflagen gebunden, die insbesondere den börsennotierten Mutterkonzern Tangjong PLC betreffen, von dem erwartet wird, daß er zumindest im Förderzeitraum für die deutsche Tochtergesellschaft Tropical Island einsteht.
Das Förderverfahren wurde im öffentlich-rechtlichen Bereich von Herrn Rechtsanwalt Claus-Dieter Härchen (Mönning & Georg, Aachen) begleitet.